Auszug aus 3 Bänden der Fotochronik Wasserball MTV 1861 Greußen von Horst Laue
 

 

 

Abteilung Wasserball des MTV 1861 Greußen zum 60. Jahr seiner Gründung vorgestellt

Bereits vor dem Bau des schönen „Städtischen Freibades“ Greußen in den Jahren 1932-1933 gab es in Greußen beim MTV Aktivitäten im Schwimmen. Die Anfänge des organisierten Schwimmens begannen im örtlichen Teil des Steingrabens. Ein Beweis dafür ist, das bei der Einweihung des Greußener Freibades in Juli 1933 schon Schwimmer aus Greußen am Start waren, so zum Beispiel Elsa Laue und Robert Zobel. Ein Jahr später 1934 wurde die Schwimmabteilung  mit Übungs- und Wettkampfbetrieb gegründet. Aber die Schwimmgeschichte ist ein anders Thema. Gleich nach dem Krieg organisierten fortschrittliche Sportler den Schwimmsport in Greußen neu. 1946 wurde aus dem MTV die BSG „Traktor“ Greußen. Mit Beginn der Badesaison 1947 (15.05.) wurde in der Sektion Schwimmen auch Wasserball gespielt. Es waren die männlichen Mitglieder, welche neben dem Schwimmen begannen zu trainieren, um begeistert Wasserball zu spielen. Gründungsmitglieder und erste Aktive waren Kurt Besoge, Fritz Wegfraß und Robert Zobel, welche auch in verschiedenen Jahren als Bademeister fungierten. Erfolge ließen nicht lange auf sich warten, ein erster belegbarer war, ein Sieg der Greußener über Sondershausen (Foto) mit 5:4 so z.B. mit den Spielern Horst Bense und Manfred Bauerschmidt, und der Landesmeister der Jugend im Jahre 1952 (20.07.) mit solchen Pionieren des Wasserballs in Greußen wie Gerhard Schöngart, Klaus Garbe, Wilhelm und Manfred Höttermann, Gerhard Schieke, Edgar Fröbe, Ulrich Wegwitz, Günter Knobloch,  Günter Metz, Klaus Kirsch, Manfred Laue, Dietrich Mühlrad, Ulrich und Willhelm Teichmann, Horst Dünkel, Lothar Weber, Horst und Wolfgang Herdin und später die jüngeren Spieler  Wilfried Berethold, Trautmann, Horst Laue, Rolf Fischer, Horst Peter und Lutz Wolter. Diese Mannschaft war bis Ende der Jahre 1950 aktiv, dann fiel sie durch Weggang zum Studium, Delegierung zum Sportclub Erfurt, oder Wegzug nach dem Westen auseinander. So wurde an dem regelmäßigen Punktspielbetrieb in der Bezirksklasse, unter Leitung von Horst Laue, erst wieder ab Ende 1965 teilgenommen. Mit dabei waren aus der früheren Mannschaft, die „alten“ Kämpfer Edgar Fröbe und Lothar Weber, der aus Erfurt zurückgekehrte Horst Laue (von 1957-61 SC Turbine Erfurt/ Lok Arnstadt, von 1961- 64 Lok Nordhausen u. 1964-1965 Optima Erfurt), Ekkehard Steinmetz (zurück vom SC Erfurt), Ulrich Deeg, Wolfgang Riedel, Kurt Grube, Klaus Dieter Schneider, und die Spielerzugänge aus Sömmerda Hoßfeld,Eichhorn, Alsleben, und aus Erfurt Bürger, Erbe und Herrmann. Parallel dazu wurde durch die Übungsleiter Hans – Alfred Wild und Roland Weise ein eigener Nachwuchs im Knaben- und Jugendbereich systematisch und erfolgreich aufgebaut. Die erste nur aus Greußener Spieler bestehende Mannschaft konnte 1969 den Spielbetrieb aufnehmen. Diese waren: Eberhardt Sölter, Horst Laue, Harald Zimmerling, Ekkhart, Steinmetz, Walter Skuplik, Jürgen Augner, Wolfgang Riedel, Ulrich Deeg, Gert Netzhold, Peter Bürgermeister und ein Jahr später schon dem eigenen Nachwuchs. Winfried Rönnicke, Jürgen Seeber, Gert Störmer , Ralph Günther und Klaus Sölter. Beim ersten Greußener Flutlichtturnier im Wasserball waren folgende Spieler eingesetzt: Gerd Nötzold, Wolfgang Riedel, Horst Laue., Klaus Sölter, Peter Bürgermeister, Walter Skuplik, Winfried Rönnicke und Jürgen Seeber. Später kamen solche Spieler vom eigenen Nachwuchs zur 1. Mannschaft hinzu wie: Jürgen Gehring, Manfred Blank, Wolfgang Hühn, Wolfgang Dillinger, Jörg Nebe, Ingo Nowack, Rainer Nebe Heinz Simon, Olaf Kunze, Thomas Kühne, Hans-Peter Sölter, Volker Holzapfel, Silvio Dünkel, Klaus- Dieter Friedrichs, Uwe Markordes, Gert Schorcht, Mathias Zobel, Maik Göllert und viele mehr. Diese Truppe bestimmte lange Jahre das Niveau des Greußener Wasserballs. Gemeinsam mit dem Sektionsleiter Horst Laue wurden solche Veranstaltungen mit mehreren Tausend Zuschauern im Greußener Schwimmbad erfolgreich organisiert: 3 Abendschwimmfeste 1972 1550 Zuschauer, 1983 1500 Zuschauer,  1987 1200 Zuschauer,            3 DDR Meisterschaften im Wasserball 1973 der Herren  mit 3500 Zuschauer an 2 Tagen, 1980 der Jugend und 1989 der Damen.              32 Greußener Flutlichtturniere mit insgesamt 7274 Besucher, 214 verschiedenen teilgenommenen Mannschaften aus dem Inn- und Ausland und 47 verschiedenen Vereinen.                                                                                                                               Bis 2004 waren die 1. Mannschaft, in der damaligen Bezirksliga  und späteren Thüringerlandesliga, 42 Jahre ununterbrochen im Spielbetrieb. Größter Erfolg im Nachwuchsbereich war der Aufstieg 1978/79 in die höchste Spielklasse der DDR. Dies ist auch mit den Spielern Olav Kunze, Hans- Peter Sölter und Mathias Zobel gelungen. Die aus Gründen des Altersklassenwechsel 1979 nicht mehr mitwirken durften. Am 07.07.1979 erreichten ihre Mannschaftskameraden in Plauen den 6. Platz im Kampf um die DDR-Meisterschaft. An diesem Erfolg waren als Spieler beteiligt: Peter Hanke, Jens Frenzel, Volker Gehring, Roy Konschak, Torsten Frenzel, Maik Gunkel, Veit Laue, Thomas Beck, Mathias Umlauft, Olaf Beck, Harald Palige und Tobias Weber. Nicht am Endturnier, aber bei den Punktspielen, waren Jürgen Palige und Ralf Wipprecht eingesetzt. Auf der Grundlage eines erfahrenen Spielerstammes und einem sehr guten und erfolgreichen Nachwuchs, war die Zukunft des Greußener Wasserballs erfolgreich über Jahrzehnte gesichert.                                                        7 mal waren Greußener Wasserballermannschaften in allen Altersklassen und Ligen Bezirksmeister, 12 mal gab es Silber und 16 mal Bronze, unzählige Pokalerfolge, so z.B. 8 Siege beim eigenen Flutlichtturnier. Unter Leitung von Übungsleiter Maik Göllert wurde die D- Jugend 2001 Thüringer Landesmeister.                                                                                                                               Zum 60. Jubiläum des Bestehens des Greußener Wasserballs geht den Zuschauern und Spielern am 17.08.07 „ein Licht auf“. Zum ersten Mal wird eine Unterwasserbeleuchtung installiert, die ist verbunden mit der Hoffnung und dem Wunsch in die Zukunft, dass das schöne „Städtische Freibad“ Greußen (2008 75 Jahre, wieder ein Grund zu Feiern), die Spielstätte Wasserballer weiter Modernisiert und damit erhalten bleibt.                                                                                                                                                                 Die Feierlichkeiten zum 60. Jubiläum gehen mit dem 2. Seniorentreffen der Greußener Wasserballer am 28.12.07 zu Ende.

 

Horst Laue